Silke Böttcher berichtet hier mit persönlichen Eindrücken über eine reizvolle Region von Spanien.Doch sicher ein Theme für den vor uns stehendenFrühling.

Die zerklüftete Landschaft am Balcon de Europa in Andalusien © PA / Robert Harding World Imagery

Balkone müssen nicht immer an Häusern hängen, aber eines sollten sie unbedingt: Aussicht bieten. Und das tut der Balcon de Europa in Nerja an der Costa del Sol so sehr, dass er zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten Spaniens gehört.
Von der Festung zur Top-Attraktion

Natürlich entstanden ist der Balcon de Europa indessen nicht – er war früher eine Festung, die 1487 auf einer Klippe erbaut wurde, um sich vor Piraten und anderen Angreifern zu schützen. Wer oben steht, kann sich gut vorstellen, dass es feindliche Flotten schwer hatten, ungesehen bis nach Nerja vorzudringen, denn die Sicht ist weit.

Für die Menschen in Nerja ist der Balcon de Europa nicht nur eine Attraktion, sondern auch ein wichtiger Platz, auf dem regelmäßig Feste aller Art stattfinden, und wenn es Festumzüge gibt, dann starten oder enden sie auf dem Platz.
Statue des Königs schmückt den Balcon de Europa

Berühmt wurde der Balcon durch König Alfons XII., dessen Bronzestatue am Ende des Platzes steht und gern für ein Foto mit in den Kreis der Lieben aufgenommen wird. Geehrt wird der König, weil er 1885 nach einem verheerenden Erdbeben auf dem Platz eine aufmunternde Rede gehalten hat.

Vom Balcon aus hat man nicht nur eine grandiose Sicht aufs Meer, sondern auch auf die Berge der Sierra Almijara und auf Strände wie den von Felsen umgebenen Strand Calahondoa auf der linken Seite des Balcons und La Caletilla auf der rechten Seite. Aber auch Nerja selbst ist sehenswert. Die Promenade namens Paseo Balcon de Europa ist wie die anliegenden Straßen autofrei und mit den vielen Restaurants und Cafés ein Treffpunkt von Einheimischen wie Touristen.
Berühmte Tropfsteinhöhlen in Nerja

Wer Nerja besucht, sollte sich außerdem unbedingt das historische Aquädukt ein Stück östlich der Stadt ansehen und die Höhlen von Nerja, die erst 1959 von spielenden Kindern entdeckt wurden. Es sind gewaltige Tropfsteinhöhlen von fast fünf Kilometern Länge und bis zu 70 Metern Höhenunterschied. Innen fand man Knochen, Keramikscherben und Malereien und stellte fest, dass die Höhlen in der Zeit zwischen 30.000 v.Chr. und 1800 n. Chr. bewohnt waren. Danach gerieten sie in Vergessenheit, bis sie wiederentdeckt wurden. Seither gibt es regelmäßig Veranstaltungen in den Höhlen, die neben dem Prado in Madrid und der Alhambra in Granada die meistbesuchte Sehenswürdigkeit in Spanien sind.

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